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[Rezension] Todesurteil von Andreas Gruber

16. Januar 2017
Rezension

[Rezension] Todesurteil von Andreas Gruber


Verlag: Goldmann
Seitenanzahl: 592
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-442-48025-8
Preis: 9,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt

[Rezension] Todesurteil von Andreas Gruber
In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Ein Jahr später taucht sie völlig verstört am nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist mit Motiven aus Dantes „Inferno“ tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen mehreren Fällen – aber das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur führt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat … (Quelle: randomhouse)

Meine Meinung

[Rezension] Todesurteil von Andreas Gruber
Nachdem mich Todesfrist wirkich begeistert hat, wollte ich unbedingt bei der Todes-Reihe von Andreas Gruber weitermachen. Die Spannung des ersten Falls und die außergewöhnlichen Charaktere haben mich motiviert direkt zum nächsten Teil zu greifen. Auch dieser konnte mich mit seiner Spannung überzeugen, wenn auch etwas weniger als sein Vorgänger.

Dank dem Einsatz von Maarten S. Sneijder kann Sabine Nemez endlich ihren Herzenswunsch erfüllen und als Studentin an der Akademie des BKA eintreten. Natürlich gehört sie zu den wenigen Studenten, die von Maarten S. Sneijder höchstpersönlich in der Fallanalyse unterrichtet werden. Schnell wird allerdings auch ihren Kollegen klar, dass Sabine nicht durch die vielen Einstellungstests musste und die eine oder andere Extrawurst erhält.
Maarten S. Sneijder ist gewohnt originell und eigensinnig. Er macht diese Thriller-Reihe auf jeden Fall zu etwas Besonderem. Dass seine Eigenheiten zwar immer mal wieder erwähnt aber nicht zu vordergründig waren, hat mit gut gefallen. Sabine Nemez empfand ich in diesem Fall allerdings etwas unglaubwürdig. Gerade mal an der Universität angefangen, stellt sie schon die gesamte Akademie auf den Kopf und beginnt einen Alleingang nach dem anderen. Auch dass ausgerechnet sie als Anfänger sich in die ungelösten Fälle stürzt und allein ermittelt, fand ich nicht so authentisch.

Neben dem Leben an der Akademie und den Ermittlungen an den ungelösten Fällen, gibt es auch noch einen weiteren Fall, der durch die Psychologin Melanie Dietz in Wien betreut wird. Ich habe wirklich lange gerätselt, ob und wie die beiden Fälle zusammenhängen und ich muss sagen, dass mir gerade das am Ende nicht genug aufgeklärt worden ist. Durch die zwei Fälle gibt es natürlich viele Sichtwechsel und auch Szenenwechsel. Beide Fälle sind spannend und machen neugierig auf mehr. Ich muss aber auch sagen, dass mir die Geschichte insgesamt sehr lang vorkam, was sicherlich auch die komplexen Zusammenhängen verschulden.
Ich habe das Buch als ungekürztes Hörbuch gehört und kann daher nicht auf den Schreibstil an sich eingehen. Die Stimme des Sprechers fand ich allerdings sehr angenehm. Der niederländische Akzent von Maarten S. Sneijder hat das Hörbuch für mich sehr authentisch gemacht und aufgelockert. An sich konnte man dem Hörbuch sehr gut folgen. Allerdings waren für mich – für ein Hörbuch – zu viele Namen vorhanden. Namen, die nicht so häufig vorkamen, konnte ich dadurch nur schwer zuordnen, was mich an manchen Stellen sehr verwirrt hat.

Insgesamt empfand ich das Buch zwar als spannend, aber etwas weniger als sein Vorgänger. Dieses Buch hatte viele überraschende Wendungen und natürlich auch grausame Fälle. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Spannung mehr durch die Zusammenhänge erzeugt wird und weniger durch die Fälle an sich, deren Grausamkeiten mich im ersten Teil wirklich gefesselt haben. Was mir an dem Autor besonders gefällt, ist, dass er keine Rücksicht auf seine Protagonisten nimmt und auch vor dem „Töten“ nicht zurückschreckt! Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Teil der Reihe, der auch schon als Hörbuch bereit liegt!

Fazit

[Rezension] Todesurteil von Andreas Gruber
Der zweite Fall von Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez ist spannend und komplex. Man erhält einen tiefgehenden Einblick in die Arbeit eines Fallanalytikers und und Fälle, die grausam und fesselnd zugleich sind! Ein Buch, das neugierig auf mehr macht!

[Rezension] Todesurteil von Andreas Gruber

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