Alltagshelfer

Verstopfung – was tun?

26. August 2014

Gerade übergewichtige Menschen leiden häufig an einer unregelmäßigen Darmentleerung oder gar Verstopfung (Obstipation). Da eine Verstopfung wirklich unangenehm und schmerzhaft ist, gilt es diese möglichst zu vermeiden. Natürlich gibt es auch viele andere Gründe, die zu Verstopfung führen können, aber um die soll es heute nicht gehen. Die Ursachen von Verstopfung legen nahe, warum gerade Übergewichtige oft betroffen sind.

Ursachen sind:

  • Ungesunde Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Zu geringe Flüssigkeitszufuhr
  • Verzehr von stopfenden Lebensmitteln, wie Schokolade und Banane
  • Unterdrückung des Stuhlgang
  • Psychische Ursachen

Natürlich heißt es nicht, dass man, wenn man einen Tag mal zu wenig trinkt, direkt Verstopfung bekommt. Von akuter Verstopfung spricht man eh erst, wenn mehrere Dinge eintreten. Dazu gehören zum Beispiel: weniger als drei mal die Woche den Darm zu entleeren, stark pressen zu müssen, den Darm unvollständig zu entleeren oder harter Stuhl. Es können auch verschieden Medikamente, der Missbrauch von Abführmitteln oder Darmerkrankungen an der Entstehung einer Verstopfung beteiligt sein. Die Auswahl der Ursachen ist vielfältig.

Wusste ihr, dass man dem Darm beibringen kann zu einer bestimmten Uhrzeit zu entleeren? Versucht man es immer morgens nach dem Essen, gewöhnt sich der Körper daran und stellt sich darauf ein!


Was man selbst machen kann, um eine regelmäßige Darmentleerung herbeizuführen:

  • An erster Stelle steht natürlich auch hier die richtige und gesunde Ernährung. Ballaststoffreiche Lebensmittel, wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte und vor allem ausreichend dazu trinken. Zu den Vorteilen von Ballaststoffen habe ich auch hier schon mal geschrieben!
  • Bewegen, bewegen, bewegen! Gerade wenn man den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, braucht der Körper noch Bewegung. Der Darm wird sonst genauso träge wie der Kopf 🙂
  • Gerade bei Stress auch mal Entspannungsübungen machen!
  • Schnelle Hilfe bei Verstopfung bieten zum Beispiel getrocknete Pflaumen (unbedingt genug zu trinken) oder anderes getrocknetes Obst, aber auch Pflaumen- oder Sauerkrautsaft
  • Stopfende Lebensmittel wie Schokolade sollten eher vermieden werden
  • Im Krankenhaus werden auch Darmmassagen angewendet: hierbei massiert man von rechts oben nach links oben nach links unten und dann nach rechts unten – also immer im Kreis, um die Darmaktivität zu aktivieren
  • Verwendete Abführmittel sollten langsam abgesetzt werden, da sie den Darm träger machen. Aus diesem Grund sollte man sie auch nicht zu lange verwenden
  • Und bloß nicht den Drang unterdrücken!

Wie ich unter dem Ballaststoff-Post gemerkt habe, sind unter euch zwar viele Ballaststoff-Freaks und sicher haben diese keine Probleme mit Verstopfung, aber die, die darunter leiden, melden sich ja häufig auch nicht. In Ernährungsberatungen stumpft man irgendwann ab, weil man während der Ausbildung so viel über Stuhlverhalten redet. Aber den Klienten ist es dann doch oft unangenehm darüber zu sprechen. Vielleicht liest hier ja aber doch der eine oder andere mit, der solche Probleme hat und hat etwas gefunden, was er überdenken oder verbessern kann. Vielleicht ist es aber auch einfach nur mal interessant zu lesen und sich vielleicht später mal daran zurück zuerinnern 🙂 Ich denke, Verstopfung ist noch eins der alltagsnäheren Themen, mit denen man sich als Diätassistentin beschäftigt.

  1. Toller Artikel! Ich kann auch ergänzend das Buch "Darm mit Charme" empfehlen. Das bezieht sich zwar nicht schwerpunktmäßig auf Verstopfung, aber das Thema "Darm" wird dort sehr unterhaltsam thematisiert und -sofern nicht schon verinnerlicht- auf die Wichtigkeit von Darmgesundheit hingewiesen. Eins der besten Bücher, die ich dieses Jahr gekauft habe.
    Lg, Crossi von http://walk-cross-swing.blogspot.de/

  2. Ich bin auch so ein ballaststoff Freak 😀 Aber ich kämpfe imemr wenn ich wegfahre mit Verstopfung. Ich würd mal sagen das ist psychisch bedingt… Dagegen hab ich noch kein Mittel gefunden 😉

  3. Nachdem ich Antibiotika bekommen habe, hatte ich schwere Probleme mit meiner Verdauung.
    Was mir dabei geholfen hat, waren Flohsamen und Heilerde. 🙂 Gerade zweiteres war eine massive Überwindung das einfach zu trinken, aber es hat die Verdauung wieder stabilisiert,

  4. Ich persönlich hätte an 1. Stelle Trinken gesetzt (ist ja für die meisten alles andere als Selbstverständlich), da viele Ballaststoffe ohne ausreichend trinken ja noch mehr zu Verstopfung führt.
    Unsere Klienten bekamen immer erst dann mehr Ballaststoffe, wenn sie ein ausreichende Flüssigkeitszufuhr hatten =) Bei uns die älteren Herrschaften hatten übrigens nie Probleme ihren Stuhlgang äußerst Detailgenau zu beschreiben 😉

  5. Finde ich toll, dass du dieses Thema aufgegriffen hast, da ich denke, dass es vielen tatsächlich unangenehm ist, darüber zu sprechen. Da ist die Schamgrenze, verständlicherweise, höher. Vielleicht nehmen sich ja einige deine Tipps zu Herzen. Danke für diesen informativen Post, auch wenn ich das meiste schon wusste. 😉

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