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Todesmärchen – Lesung & Interview mit Andreas Gruber

5. November 2016
Andreas Gruber Interview

Auf diese Lesung des Krimifestivals habe ich mich ganz besonders gefreut. Andreas Gruber hat Braunschweig besucht und aus seinem neuen Buch „Todesmärchen„, wenn auch nur sehr kurz, gelesen. Trotzdem war die „Lesung“ sehr informativ und vor allem sehr unterhaltsam. Neben lustigen Erlebnissen aus dem Leben eines Autors, hat er auch viel über seine „Todes“-Reihe erzählt, in der es – so viel kann ich vorwegnehmen – schon bald einen viertel Teil geben soll.
Wie wohl jeder Autor, wird auch Andreas Gruber oft gefragt, woher er die Ideen zu seinen Büchern nimmt. Tatsächlich weiß er dies aber selber nicht. Meist kommen ihm Ideen, wenn er gerade nicht arbeitet, zum Beispiel im Urlaub oder beim Walken. Doch wenn er sich dazu keine Notizen macht, sind diese Ideen auch schnell wieder weg, wie es ihm zu Anfang oft passiert ist. Mittlerweile ist Andreas Gruber dazu übergegangen jede Idee zu notieren, auch wenn sie meist wohl ziemlich schlecht sein sollen, so der Autor. Entgegen den Äußerungen von vielen anderen Autoren, weiß Andreas Gruber von Anfang an, wer der Mörder in seinen Geschichten sein wird. Für seine verschiedenen Handlungsstränge und Sichtweisen ist dieses Wissen einfach essentiell.

Todesmärchen - Lesung & Interview mit Andreas Gruber

Andreas Gruber wusste schon immer, dass er Schriftsteller werden wollte. Schon mit 5 Jahren zeichnete er seine ersten grausigen Comics, mit denen wohl auch die Richtung, in die es für ihn gehen soll, feststand. Anfangs konzentrierte er sich auf Bücher und Kurzgeschichten aus dem Horror-Genre. Erst seine Frau hat ihn in die Richtung Thriller gebracht. Seine Frau gehört übrigens auch zu seinen Testlesern, die auch gerne beinharte Kritik äußern. Wie Stephen King hat auch Andreas Gruber einen festen Personenkreis, der im Vorfeld Kritik zu seinen Büchern äußern darf. Vor allem seine Schwiegermutter ist hierbei wohl besonders kritisch. So kommt es auch vor, dass er mal ganze Szenen umschreibt, weil sie seinen Testlesern nicht gefallen haben. Kritiken von Feulliotonisten, die ein Buch nur sinnlos zerreißen, nimmt sich Andreas Gruber heute allerdings nicht mehr zu Herzen.
Ein Buch mit einem anderen Autoren zusammenzuschreiben, wäre allerdings nichts für ihn. Andreas Gruber verwirklicht gerne seine eigenen Ideen und arbeitet in seinem Tempo. Aber auch als Eigenbrötler hat er es ja bisher weit geschafft! Besonders interessant fand ich seine Schilderungen zu Coverentwürfen zu seinen Büchern und deren Folgen. Beispielsweise hat er aufgrund des Covers zu seinem zweiten Teil, auch Änderungen in seiner Geschichte vornehmen müssen.
Der Hauptprotagonisten seiner Todes-Reihe Maarten S. Sneijder ist natürlich ein ganz eigener Charakter. So eine außergewöhnliche Persönlichkeit trifft man als Leser eher selten an. Inspiriert wurde Andreas durch seine Horror-Fan-Gemeinde, denn seine Figuren dort hatten im Allgemeinen wohl mehr Ecken und Kanten. Mit Maarten S. Sneijder ist ihm so eine Figur definitiv gelungen. Da Maarten S. Sneijder gerne das Wichtigste in 3 kurzen und präzisen Sätzen zusammengefasst haben möchte, habe ich den Autor gefragt, wie er sich selbst mit drei Worten beschreiben würde. Als Antwort meinte er hierzu, dass er sehr humorvoll sowie interessiert sei und ein großes Herz für Nutella habe. Zumindest die ersten beiden Punkte kann ich nach diesem Abend unterstreichen. Wie sich Maarten S. Sneijder in seinem neuen Fall in Todesmärchen schlägt, können Thriller-Leser nun in Andreas Grubers aktuellen Buch nachlesen.

Todesmärchen - Lesung & Interview mit Andreas Gruber
Seitenzahl: 544; Erschienen im August 2016; ISBN: 978-3-442-48312-9(Coverrechte liegen bei randomhouse)
Klappentext:In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel … (Quelle: randomhouse)

Hier findet ihr die anderen Teile der Todes-Reihe:1) Todesfrist2) Todesurteil3) Todesmärchen

Todesmärchen - Lesung & Interview mit Andreas Gruber

Die Lesung war wirklich sehr unterhaltsam und durch seine offene und herzliche Art hat Andreas Gruber nicht nur mich oft zum Lachen gebracht. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal für das Interview und das mitternächtlichte Fotoshooting bedanken! Auch der Buchhandlung Graff möchte ich für die Einladung und für diesen tollen Abend danken!

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