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Rezension zu „The hate U give“ von Angie Thomas | Produktplatzierung

9. August 2017
Rezension The hate u give Angie Thomas

Wenn ein Buch in Amerika hohe Wellen schlägt, ist es meistens ja ein Garant dafür, dass es auch in Deutschland ein Erfolg wird. Mich hat das Buch „The hate u give“, das sich mit der dunkelhäutigen, amerikanischen Gesellschaft beschäftigt, sofort angesprochen. Wir alle kennen Fälle aus dem Fernsehen, wenn ein weißer Polizist einen Afroamerikaner erschossen hat. War es Rassismus, ein Unfall oder ein Missverständnis? Genau um so einen Fall dreht sich „The hate u give“.
Politisch – spannend – emotional!

Rezension zu "The hate U give" von Angie Thomas | Produktplatzierung
   Verlag: cbt
   Seiten: 512
   Genre: Jugendbuch
   ISBN: 978-3-570-16482-2
   Preis: 17,99€ 
   Coverrechte liegen beim genannten Verlag

 

Starr lebt in zwei Welten, einerseits geht sie auf eine „weiße“ Schule, wo sie mit ihrer Hautfarbe mehr als auffällt. Um nicht als „Ghetto-Girl“ abgestempelt zu werden, verändert sie ihre Sprache und verleugnet ihre Freunde. Doch auf der anderen Seite wohnt sie weiterhin im Ghetto, wo Drogendealer und Gangs das Leben bestimmen. Schüsse auf der Straße sind für sie nichts ungewöhnliches. Doch als sie mit ihrem besten Freund von einem weißen Polizisten angehalten wird, gerät sie in Panik. „Mach keine plötzlichen Bewegungen“ und „Rede nur, wenn du gefragt wirst“ – das waren Ratschläge, die Starrs Eltern ihr immer eingeredet haben. Sie hält sich genau an diese Vorgaben, doch ihren besten Freund kann sie damit nicht beschützen. Sie wird Zeuge wie der Polizist auf ihren unbewaffneter Freund schießt und ein politisches Machtspiel beginnt.

Starr ist eigentlich ein typischer Teenager. Sie ist unsicher, liebt ihre Familie und ihre Freunde. Doch ihr Umfeld hat sie natürlich sehr geprägt. Die Angst vor Gangs, Schüssen und weißen Polizisten ergeben in diesem Umfeld genauso viel Sinn, wie die strengen Regeln ihrer Eltern. Ich habe Starr und ihre Familie sofort ins Herz geschlossen. Angie Thomas schafft es den Leser direkt in die Situation zu schmeißen und sich in Starrs Leben zurecht zu finden. Anfangs war ich von der Sprache der dunkelhäutigen Kids untereinander irritiert, denn für ein Jugendbuch ist sie schon sehr derb. Trotzdem macht es die Personen und das Umfeld erst so richtig authentisch.

Das Buch lebt von den typischen Klischees zwischen Schwarzen und Weißen. Mich persönlich hat das aber überhaupt nicht gestört. Ich fand es interessant diesen Sichtwechsel zu erleben und sich in eine andere Kultur zu denken. Das Buch hat mich stellenweise sehr nachdenklich gemacht und das nicht nur bei der Grundthematik. Meiner Meinung nach hat das Buch einfach eine tolle Massage, die gehört werden sollte.

fünf Lesezeichen

 

Vielen Dank an den cbt-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Weitere Meinungen zum Buch findet ihr z.B. hier:
Myri liest
Paper and Poetry
Catas Welt

 

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  1. Liebe Meike,

    ich war/bin selbst ein riesen Fan des Buches! Eins der ersten Bücher, die ich auf Englisch gelesen habe… und auch, wenn es gar nicht so leicht war, hat es sich mehr als nur gelohnt.
    So eine außergewöhnliche Geschichte!
    Ich hoffe, dass das Buch auch in Deutschland noch gut seine Wellen schlagen wird.

    Liebste Grüße <3 Jill

    1. Hallo Jill 🙂

      ja, es ist auf jeden Fall eine Geschichte, die gehört werden sollte! Das Buch kann ich mir in der Originalsprache auch sehr gut vorstellen. Vor allem ist die Sprache der Jugendlichen dort bestimmt authentischer!

      Liebe Grüße
      Meiky

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