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[Rezension] Muss es denn gleich für immer sein? von Sophie Kinsella

6. August 2018
Rezension Muss es denn gleich für immer sein von Sophie Kinsella

Immer wenn ich sehe, dass ein neues Buch von Sophie Kinsella erscheint, kommt dies sofort auf meine Wunschliste. Zu dieser Autorin habe ich einfach eine ganz besondere Beziehung, sodass ich jedes ihrer Bücher sofort lesen möchte und auch werde. Der erste Teil ihrer „Die Schnäppchenjägerin“-Reihe um die chaotische Becky hat sofort mein Herz erobert und war der Beginn meiner Buchliebe. Ich habe zwar auch vorher schon gelesen, aber mit diesem Buch hat das exzessivere Lesen bei mir begonnen. Ich habe mir schon damals alle verfügbaren Bücher gekauft und mich auf jede Neuerscheinung gestürzt. Dieses Jahr erschien „Muss es denn gleich für immer sein?“ aus ihrer Feder und natürlich wurde es direkt verschlungen. Der Titel lässt natürlich, wie gewohnt, auf eine Liebesgeschichte schließen, doch für mich war dieses Buch anders, denn die Hauptprotagonistin ist nicht etwa auf der Suche nach ihrer großen Liebe, sondern hat diese schon längst gefunden. Ich war gespannt, ob es Sophie Kinsella trotzdem schafft ihren Witz und Charme in so eine Geschichte einzubringen sowie Spannung und Herzklopfen vermitteln kann. Diese Konstellation ist in einem Liebesroman auf jeden Fall selten – vielleicht auch aus gutem Grund.

[Rezension] Muss es denn gleich für immer sein? von Sophie Kinsella
   Verlag: Goldmann
   Seiten: 480
   Genre: Roman
   ISBN: 978-3-442-48776-9
   Preis: 9,99€ 
   Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Dan und Sylvie führen eine glückliche Ehe. Sie haben zwei süße Zwillingsmädchen, ein gemütliches Heim und verstehen sich blind. Für alle sind sie einfach das Pärchen. Doch das alles ändert sich, als sie für ihre Versicherung zu einer Routineuntersuchung müssen. Als der Arzt den beiden mitteilt, dass sie kerngesund sind und laut Statistik noch ungefähr 68 glückliche Jahre zusammen haben, verfallen sie in Panik. Wie sollen sie ihre Liebe über eine so lange Zeit aufrechterhalten? Dann hat Sylvie eine Idee: die beiden beglücken sich gegenseitig mit kleinen oder größeren Überraschungen – die das Leben zwar spannender machen, aber längst nicht alle positiv verlaufen.

Mit diesen kleinen Überraschungen haben Sylvie und Dan nicht nur sich gegenseitig beglückt, sondern auch mich als Leserin. Hierbei kam für mich der typische Witz der Autorin deutlich zum Vorschein. Sophie Kinsella hat einfach ein Talent Alltagssituationen in ein humorvolles Licht zu stellen. Leider gab es hiervon in dieser Geschichte aber viel zu wenige. Das gewohnte Schmunzeln und Mitfiebern blieb in „Muss es denn gleich für immer sein“ leider aus. Der Verlauf der Geschichte war für mich eher flach und einiges nicht ganz nachvollziehbar. Auch wenn die beiden sich scheinbar blind verstehen und schon vor dem anderen wissen, was sich derjenige im Restaurant bestellt, gehen viele Überraschungen furchtbar schief und die Kommunikation des Paares scheint alles andere als vorhanden zu sein.

Vor allem aber war Sylvie für mich ein sehr anstrengender Charakter. Sie verkörpert ein laufendes Klischee der Frau. Jedes Wort ihres Mannes wird zerkaut und interpretiert. Hierbei entstehen natürlich viele Missverständnisse und falsche Verdächtigungen. Aber selbst mir als Frau wurden Sylvies Gedanken-Karusselle irgendwann zu viel.

Der Beginn der Geschichte hatte mich anfangs direkt mitgerissen. Ich war einfach sehr gespannt darauf, was passieren wird. Allerdings gab es gerade im Mittelteil viele langatmige Stellen, die meine Hoffnungen in diese Geschichte schnell reduziert haben. Gegen Ende wurde die Geschichte wieder spannender. Insgesamt konnte mich das Buch jedoch nicht ganz überzeugen.

Die Ausgangssituation von „Muss es denn gleich für immer sein“ unterscheidet sich stark von den üblichen Büchern der Autorin. Ich war sehr gespannt, ob mich die Geschichte trotzdem mitreißen kann. Auch wenn mich nicht alle Aspekte der Geschichte überzeugen konnten, hat der lockere und leichte Schreibstil dafür gesorgt, dass ich das Buch ziemlich schnell verschlungen habe. So konnte ich auch den schwächeren Mittelteil schnell hinter mir lassen. Es ist sicherlich nicht das beste Buch der Autorin, aber als Urlaubs- und Strandlektüre eignet sich auch dieses Buch wieder wunderbar!

vier Lesezeichen

Vielen Dank an den Goldmann-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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