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[Rezension] Ein Bild von dir von Jojo Moyes

12. Februar 2018
Rezension Ein Bild von dir Jojo Moyes

Nachdem Jojo Moyes vor vielen Jahren ihren großen Hype mit „Ein ganzes halbes Jahr“ hatte, lese oder höre ich so gut wie jedes Buch der Autorin. Zwar konnte mich ihr erstes großes Werk nicht so richtig überzeugen, aber der Grundgedanke ihrer Bücher spricht mich schon sehr an. Nachdem mich auch „Ein ganz neues Leben“ gar nicht überzeugt hat, habe ich beschlossen, dass vielleicht einfach die Charaktere oder die Geschichte nicht meins sind. Ihre anderen Bücher, wie „Eine handvoll Worte“ oder „Weit weg und ganz nah“ habe mir aber zum Beispiel sehr gut gefallen. Nun stand noch „Ein Bild von dir“ ungelesen im Regal und ich hatte eigentlich keine rechten Erwartungen an dieses Buch. Die Kurzgeschichte „Die Tage in Paris“, die noch vor „Ein Bild von dir“ spielt, hatte ich bereits im letzten Jahr gelesen. Allerdings konnte ich mir trotzdem kein Bild von dem machen, was mich in dieser Geschichte erwartet hat.

[Rezension] Ein Bild von dir von Jojo Moyes
   Verlag: Rowohlt Polaris
   Seiten: 544
   Genre: Roman
   ISBN: 978-3-499-26972-1
   Preis: 14,99€ 
   Coverrechte liegen beim genannten Verlag

„Ein Bild von dir“ erzählt eine Geschichte aus zwei Zeitebenen. Zum einen begleitet der Leser Sophie, die im ersten Weltkrieg unter der Belagerung der Deutschen in Frankreich leidet. Ihr Mann, ein bekannter Maler, musste für Frankreich in den Krieg ziehen, doch sie hofft für alle auf ein gutes Ende. Doch als Sophie näheren Kontakt mit den Deutschen bekommt, verändert sich ihr ganzes Leben. Zum anderen ist dort Liv, die Jahrzehnte später um ein Bild kämpft, das ihr verstorbener Mann ihr zum Hochzeitstag geschenkt hatte. Das Bild steht unter Verdacht im ersten Weltkrieg von den Deutschen gestohlen geworden zu sein und soll den Hinterbliebenen der Familie zurückgegeben werden. Doch für Liv hängt ihr ganzes Leben und ihre Erinnerungen an diesem Bild.

Die Geschichte beginnt auch zur Zeit des ersten Weltkriegs und erst nachdem einem die wichtigen Personen dort schon vertraut sind, wechselt die Autorin in die Gegenwart. Ich habe mich bei Sophie total wohl gefühlt und auch während der Phasen in der Gegenwart, wollte ich eigentlich erfahren, wie es Sophie ergangen ist. Aber gerade das gelungene Zusammenspiel beider Zeiten und Geschichten hat mich sehr begeistert. Immer im Zentrum ist das Bild, welches Sophie zu der Zeit zeigt, in der sie ihren späteren Ehemann kennen und lieben lernt. Es zeigt eine starke Frau, die Art von Frau, die Liv Jahre später gerne wäre.

Sowohl die Vertonung des Hörbuchs als auch der Schreibstil der Autorin hat mir in diesem Fall wirklich gut gefallen. Gerade, da französische Namen häufig vorkommen, war ich froh, dass ich bereits wusste, wie sie ausgesprochen wurden. Aber sowohl das Hörbuch als auch das Buch kann ich jedem Fan von Familiengeschichten und Geschichten aus zwei Zeitebenen sehr ans Herz legen. Mich konnte Jojo Moyes mit „Ein Bild von dir“ endlich mal wieder überzeugen!

fünf Lesezeichen

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  1. Hallo Meiky,

    ich lese die Bücher von Jojo Moyer ja auch sehr gerne, sie gehören zwar nicht zu meinen absoluten Highlights, aber sind trotzdem immer eine schöne Unterhaltung.
    Mir hat „Weit weg und ganz nah“ noch ein bisschen besser gefallen als „Ein Bild von dir“ . Sophie war für mich auch eine sehr starke Frau und ich habe gerne ihre Zeitebene gelesen.

    Liebe Grüße
    Tanja

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