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[Rezension] Die Tuchvilla von Anne Jacobs | Produktplatzierung

24. August 2017
[Rezension] Die Tuchvilla von Anne Jacobs | Produktplatzierung

Eigentlich habe ich mich nie für das Genre „historischer Roman“ besonders interessiert. Ich habe immer mal wieder ein bisschen reingeschnuppert, wie zum Beispiel in „Spiel der Zeit“ von Jeffrey Archer, aber so richtig überzeugen konnte mich das Genre bisher nicht. Ich finde die historischen Geschehnisse und wie Familien damit gelebt haben zwar super interessant, aber für mich haben diese Geschichten einfach zu wenig Spannung und Pepp. Nachdem mich neulich „Die Teerose“ aber so überzeugen konnte, wollte ich ein anderes gehyptes Buch aus dem Genre ausprobieren. Meine Wahl fiel dabei auf „Die Tuchvilla“ von Anne Jacobs, eine Geschichte, die vor dem ersten Weltkrieg in Augsburg spielt.

 

[Rezension] Die Tuchvilla von Anne Jacobs | Produktplatzierung
   Verlag: blanvalet
   Seiten: 704
   Genre: Historischer Roman
   ISBN: 978-3-442-38137-1
   Preis: 9,95€ 
   Coverrechte liegen beim genannten Verlag

 

Marie kommt nicht aus einfachen Verhältnissen. Sie wuchs in einem Waisenhaus auf und muss nun lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Als sie als Küchenmädchen in der Tuchvilla eingestellt wird, ist das für sie auch nicht alles so leicht. Ihre Herkunft hat sie zu einer starken Persönlichkeit gemacht, die ihre eigene Meinung vertritt, auch vor Vorgesetzten. So stößt sie nicht nur die anderen Angestellten das eine oder andere Mal vor den Kopf.

Kitty wächst als Tochter in der Tuchvilla auf. Sie und ihre Geschwister haben ein sehr behütetes Leben voll Reichtum. Kitty ist anders als ihre Schwester. Sie ist überdreht, emotional und erzählt viel und gerne. Elisabeth dagegen ist eher zurückhaltend und abwartend. Kitty findet direkt eine Bindung zu Marie, sodass sie letztendlich bis zur Kammerzofe aufsteigt. Dies wird aber nicht von allen Bewohnern der Tuchvilla gutgehießen. Der schnelle Aufstieg von Marie nagt an deren andere Bediensteten, aber auch der Herr des Hauses ist von dieser Entwicklung alles andere als begeistert. So ganz unschuldig ist dieser nämlich nicht an Maries Situation. Zumindest kannte er ihre Mutter und den Mann, den sie geheiratet hatte. Doch ob dieser wirklich ihr Vater war? Marie kann sich an keinen der beiden erinnern und begibt sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit.

Marie ist bei weitem nicht die einzige Person in diesem Buch, deren Leben beleuchtet wird. Kitty, ihre Geschwister und auch der Herr des Hauses spielen ebenfalls eine große Rolle. Die Verstrickung und Verwicklungen der ganzen Geschichten hat mir sehr gut gefallen. Durch die Erzählungen konnte ich mich sehr gut in die damalige Zeit einfühlen und die Einzelschicksale miterleben. Das Buch hatte viele Wendungen, die mich überrascht und unterhalten haben. Leider ging es mir aber auch hier so, dass mit der Pepp in der Geschichte gefehlt hat. Alles war sehr untergründig interessant, aber mich konnte das Buch leider nicht fesseln.

drei Lesezeichen

Vielen Dank an den blanvalet-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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