4 Lesezeichen | Bücher | Science Fiction

[Rezension] Der Marsianer von Andy Weir

10. Oktober 2017
Rezension Der Marsianer Andy Weir

Um das Buch „Der Marsianer“ konnte man ja eine Zeit lang gar nicht vorbeigehen. Jeder hat über dieses außergewöhnliche Buch gesprochen und spätestens als das Buch 2015 verflimt wurde, war es in aller Munde. Ich habe mich trotzdem ziemlich lange um das Buch herumgedrückt. Zwar lese ich ab und zu mal gerne ein Buch aus dem Bereich Science Fiction, aber ob das Buch in mein Beuteschema fällt, wusste ich einfach nicht. Nachdem mich aber dieses Jahr „Dark Matter“ schon von dem Genre begeistern konnte, wollte ich dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben. Dass der Film neulich im TV lief, war dann mein Startschuss. Natürlich wollte ich auch den Film so schnell wie möglich dazu sehen. Nun habe ich Film und Buch in Rekordzeit verschlungen. Wie mir „Der Marsianer“ gefallen hat, könnt ihr im Folgenden lesen!

[Rezension] Der Marsianer von Andy Weir
   Verlag: Heyne
   Seiten: 512
   Genre: Science Fiction
   ISBN: 978-3-453-31583-9
   Preis: 14,99€ 
   Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Auch wenn das Buch zum größten Teil die dramatische Geschichte eines Überlebenskünstlers erzählt, war mir der Hauptcharakter mit seiner humorvollen Art wirklich sehr sympathisch. Mark Watney wird bei seiner Mars-Mission von seiner Crew unfreiwillig zurückgelassen. Sie glaubten, dass er seinen Unfall nicht überlebt haben kann, doch als er erwacht und feststellen muss, dass er von nun an auf sich allein gestellt ist, fängt die Geschichte erst so richtig an. In Tagebuchform erzählt Watney wie es ihm auf dem Mars ergeht und wie er um sein Überleben kämpft. Seine einzige Möglichkeit auf eine Rettung liegt mehrere Jahre in der Zukunft und wenn ihn der Mars bis dahin nicht umbringt, wird er in der Zeit verhungern. Seine Mission war auf so eine lange Zeit nicht ausgelegt und so ist Nahrung, Sauerstoff und Wasser ein großes Problem für ihn. Doch auch wenn andere Menschen in dieser Situation verzweifeln würden, bewältigt Watney diese Situation mit einer großen Portion Selbstironie und Humor.

Durch seine Einträge konnte ich mich sehr gut in seine Situation und seine Probleme hineinversetzen. Auch mit wissenschaftlichen Erklärungen gibt er sich sehr viel Mühe, sodass man als Leser wirklich nachvollziehen kann, was Watney auf dem Mars erlebt und was seine Intentionen sind. Neben den Log-Büchern bekommt man als Leser auch Einblicke in der Ereignisse auf der Erde. Mir haben diese Kapitel tatsächlich besser gefallen als Watneys Erlebnisse. Auch wenn ich das Buch wirklich spannend fand und es mich durchweg unterhalten hat, war mir der Wissenschaftsanteil manchmal etwas zu viel. Das betraf für mich aber hauptsächlich den Mittelteil. Den Anfang und das Ende des Buches fand ich aber wirklich sehr gelungen. Gerade weil sich „Der Marsianer“ so sehr von meinen üblichen Büchern unterschieden hat, habe ich es wirklich sehr genossen in die Geschichte einzutauchen.

Auch den Film habe ich mittlerweile gesehen und fand ihn zum Großteil sehr nah am Buch. Natürlich war er im Vergleich zum Buch sehr eingekürzt, was einem aber wohl auch nur so deutlich auffällt, wenn man beides direkt nacheinander erlebt. Lediglich das Ende des Films hat mich etwas enttäuscht, weil viele sehr spannende Teile des Buches nicht vorgekommen sind. Trotzdem ist auch der Film alles in allem sehr gelungen. Ich finde die Geschichte auf jeden Fall toll und kann sowohl den Film als auch das Buch weiterempfehlen!

vier Lesezeichen

Das könnte dir auch gefallen
  1. Huhu Meiky,
    Ich hatte auch erst das Buch gelesen und später den Film gesehen. Das Buch hat mir eindeutig besser gefallen und bekam von mir auch 4 Sterne. Trotz aller Wissenschaft war es sehr unterhaltsam und locker geschrieben. Ich fand aber, dass für Nicht-Buchkenner der Film nicht immer gut verständlich war und viele Szenen zu stark gekürzt wurden. Auch vom sehr abweichenden Ende war ich wie du enttäuscht. Ich würde daher eher das Buch empfehlen.

    Liebe Grüße von Conny 🙂

    1. Hallo Conny,

      ja, das Ende war echt doof im Film. Ich verstehe nicht, warum man die Dinge immer so stark ändern muss.. Aber das Buch schlägt den Film ja sowieso in den meisten Fällen 😉

      Liebe Grüße
      Meiky

    1. Hallo Krissy,

      uuh, ich persönlich bin ja absolut kein Fan davon, wenn ich den Film schon kenne. Die Personen haben dann schon so ihre Gesichter und man kennt die Story. Obwohl natürlich nicht alles gleich ist. Ich hatte bisher aber nie Lesefreude an einem Buch, dessen Geschichte ich schon kenne. Ich bin da wohl nicht so der beste Ratgeber 😀 Ich fand aber das Buch tiefgründiger und spannender als den Film.

      Liebe Grüße
      Meiky

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.