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[Rezension] Blutige Stille von Linda Castillo

9. August 2018
Rezension Blutige Stille von Linda Castillo

Von Linda Castillos Reihe rund um Kate Burkholder habe ich schon sehr viel Gutes gehört. Der erste Teil der amischen Reihe konnte mich allerdings nicht gänzlich überzeugen. Aus diesem Grund habe ich wohl auch recht lange gewartet, bis ich zum zweiten Teil gegriffen habe. Nun war es aber genau dieser, der mich angeschaut hatte, als ich in meinem Bücherregal nach neuem Lesestoff gesucht hatte. In „Blutige Stille“ begleitet der Leser die Ermittlerin Kate Burkholder wieder bei ihren Ermittlungen und ihrem Leben als Vermittlerin zwischen der amerikanischen und der amischen Gesellschaft. Gerade dieser Aspekt macht die Reihe vermutlich nicht nur für mich sehr interessant. Ich habe sehr gehofft, in diesem Teil noch mehr über die Lebensweisen der Amischen zu erfahren und wurde in „Blutige Stille“ dahin gehend auch etwas mehr befriedigt. Ich bin aber weiterhin sehr gespannt, was die restlichen Bücher der Reihe noch für mich bereithalten.

[Rezension] Blutige Stille von Linda Castillo
   Verlag: Fischer Verlage
   Seiten: 400
   Genre: Thriller
   ISBN: 978-3-596-18451-4
   Preis: 9,99€ 
   Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Kate Burkholder wird zu einem erschreckenden Tatort gerufen: eine ganze amische Familie wurde brutal in ihrem Zuhause ermordet. Eltern und Kinder, selbst das kleinste Baby, wurden geradezu hingerichtet, doch etwas an dem Tatort ist auffällig. Die beiden Mädchen der Familie wurden angekettet und gefoltert in einem Stall gefunden. Scheinbar hat der Mörder ihnen eine besondere Behandlung zukommen lassen. Dieses Verbrechen kann und will Kate Burkholder nicht unbestraft lassen und macht sich auf die Spuren der Familie. Wird anfänglich noch von einem erweiterten Selbstmord ausgegangen, ist für Kate schnell klar, dass mehr hinter der Geschichte stecken muss und macht eine erschreckende Entdeckung.

Auch Kates Vergangenheit spielt in diesem Teil wieder eine Rolle, denn aufgrund dieser fühlt sie sich sehr verbunden mit einer der Töchter der Familie. Mary war gerade in dem Alter, in dem man auch das Leben außerhalb der amischen Gemeinde spannend findet und ist auf Abwege geraten. Doch wie tief diese sie geführt haben, war wohl nicht mal Mary selbst bewusst. Kate stößt während ihren Ermittlungen auf einige Dramen, die die Familie erschüttert haben. Doch sind die der Grund für dieses Massacker?

Linda Castillo beschreibt in „Blutige Stille“ das Leben und den Glauben der Amischen eindrücklicher als es für mich im ersten Teil der Fall gewesen ist. Man bekommt als Leser einen guten Eindruck in die Zwänge und Zweifel, die ein amischer Teenager in seinem Leben so durchmacht. Für mich war die Geschichte mit ihren Hintergründen sehr authentisch.

Auch die Beschreibung der Tatorte und Opfer ist bei Linda Castillo sehr eindrücklich. Hierbei kann es schon mal sehr blutig werden. Mich konnte dieser Aspekt allerdings nicht abschrecken. Auch wenn der Verlauf der Geschichte sicherlich nicht für sanfte Gemüter geeignet ist. Gerade wer Verbrechen an Kindern nicht gut verträgt, sollte dieses Buch vielleicht eher zu Seite legen. An sich ist „Blutige Stille“ ein abgeschlossenes Buch, das auch ohne den Vorgänger „Die Zahl der Toten“ gelesen werden kann. Lediglich das private Leben der Ermittler ist dann vielleicht weniger nachvollziehbar.

Allerdings ist gerade dieses Privatleben der einzige Punkt, der mir in dieser Geschichte negativ aufgefallen ist. Scheinbar bestand dieses nämlich nur aus Wiederholungen und nicht nachvollziehbaren Gefühlslagen. Führt man mit jemanden, bei dem man sich nie meldet, wirklich eine Beziehung? Für mich war dieser Aspekt leider wenig authentisch.

Insgesamt hat mir die Geschichte in „Blutige Stille“ aber sehr gut gefallen. Der Fall war spannend, mitreißend und zum Teil wirklich grausam. Thriller-Fans kommen hier sicherlich gut auf ihre Kosten!

fünf Lesezeichen

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