Produkttest

Der inkBook Prime eReader – der Reader für alle Formate | Produktplatzierung

3. September 2017
inkBook Prime eReader_Gerät

Wenn man vor der Entscheidung steht einen eReader zu kaufen, muss man sich zwischen den verschiedenen eBook-Anbietern entscheiden. Es stellt sich schnell die Frage, ob man lieber beim großen A seine Bücher beziehen möchte oder man andere Läden und deren Dateiformate unterstützen möchte. Ich persönliche besitze zwei Reader – eben für jedes Format einen. Wäre es nicht ein Traum, wenn man diese Entscheidung umgehen kann und das Gerät beide Formate abspielen könnte? Genau das habe ich auch gedacht und war sehr glücklich, als ich über den inkBook Prime eReader gestolpert bin. Das Androidgerät ist je nach Lust und Laune mit unterschiedlichen Apps bespielbar, sodass sowohl .mobi mit der Kindle-App als auch .epub möglich ist. Ich hatte das große Glück das Gerät für Mindfactory testen zu können. Ob mich das Gerät letztendlich überzeugen konnte und wie die Bedienung zu handhaben ist, könnt ihr im Folgenden nachlesen.

Erst einmal zur Verpackung. Der inkBook Prime eReader ist meiner Meinung nach sehr hochwertig verpackt. In einem herausschiebbaren Karton wird der Reader hinter einer festeren Buchseite verpackt. Das USB-Kabel und die Gebrauchsanweisungen sind in extra Pappvorrichtungen passgenau eingefügt. Als erstes ist mir die interessante Haptik des Gerätes aufgefallen, denn anstatt einer glatten Oberfläche hat der inkBook Prime eReader auf der Rückseite Ausformungen, die gut in der Hand liegen.

Der eReader bietet Platz für eine externe Speicherkarte, sodass wirklich eine Menge Bücher gespeichert werden können. Das Gerät ist komplett über die Touch-Oberfläche bedienbar. An den Seiten des Gerätes sind aber jeweils 2 klickbare Tasten, deren Funktion frei gewählt werden kann. Unten am Gerät ist ein leuchtender Button, der ebenfalls durch Touch bedient werden kann. An diesem Button sieht man auch, ob das Gerät gerade startet oder beispielsweise aufgeladen wird. Die angezeigten Apps und der Sperrbildschirm sind ebenfalls einstellbar. Ansonsten hat der inkBook Prime eReader einen Mini-USB-Anschluss unten am Gerät und einen An- und Ausschalter auf der Rückseite. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und auch das Gewicht des Gerätes sehr angenehm. Durch das leichte Gewicht passt der Reader gut in jede Handtasche oder jeden Rucksack. Allerdings wird der Reader ohne Hülle oder Schutzfolie geliefert, sodass dies für den Transport noch gekauft werden sollte.

inkBook Prime eReader_Lieferungsumpfang

Für die Inbetriebnahme habe ich ca. 5 Sekunden auf dem Anschalter auf dem Rücken des Gerätes gedrückt. Nach den üblichen Spracheinstellungen, wird man sehr ausführlich durch die Funktionen des Gerätes geführt. Der Hauptbildschirm, die Bibliothek und die unterschiedlichen Menüs werden einzeln betrachtet. Abschließend wird das W-LAN eingerichtet. Bei mir hat das Gerät sofort nachdem es mit dem W-LAN verbunden war erst einmal Updates durchgeführt und sich neu gestartet. Nach diesem Neustart fing das Gerät erneut bei der Einführung in das Gerät an. Auch das W-LAN musste ich dann erneut verbinden. Etwas, was mir an dem Gerät sofort aufgefallen ist, ist die fragwürdige Übersetzung der Anleitungen. Sätze wie „bitte nicht ausschalten des Gerätes“ klingen für mich eher nach reiner Google-Übersetzung. Der Reader war nach der ersten Inbetriebnahme ca. zu ¾ geladen. Ein paar Bücher sind auch schon in der Bibliothek vorhanden. Allerdings sind nur zwei davon auf Deutsch. Zumindest „Inferno“ von Dan Brown ist, denke ich, für viele ein interessantes Buch. Der Reader startet sehr schnell. Jedoch dauert es ca. 2 Sekunden bis sich z.B. ein Buch öffnet. Der Aufbau einer neuen Seite könnte nach meinem Gefühl etwas schneller gehen, aber ich empfinde die Geschwindigkeit des Gerätes auch nicht als störend.

Was mir an dem inkBook Prime eReader gefällt, ist auf jeden Fall, dass sowohl .mobi als auch .epub-Dateien möglich sind. Im Menü inkBook Apps stehen die Kindle- und Skoobe-Apps zur Installation bereit. Den Google Play-Store gibt es nicht. Nach Installieren der Kindle-App waren sowohl meine gekauften als auch meine auf meine Kindle-Adresse zugeschickten Bücher auf dem Gerät abrufbar. .epub-Dateien konnte ich ganz einfach über Adobe Digital aufspielen. Das Gerät verfügt über Licht, dessen Helligkeit frei eingestellt werden kann. Von ganz aus bis sehr hell ist alles dabei. Bis ich die Einstellungen für das Licht gefunden hatte, musste ich allerdings etwas suchen. Man findet die Licht-Einstellungen, in dem man auf die leere Fläche neben der Uhrzeit drückt. Für mich war das leider nicht ganz verständlich. Auch ist die Beleuchtung nicht ganz rein, da im unteren Display-Bereich ein grauer Schatten liegt. Neben der Schriftgröße sind auch die Schriftart und die Abstände zwischen den Zeilen einstellbar. Allerdings stellt für mich die Einstellung der Schriftgröße ein Manko dar. Für mich gibt es lediglich eine Schriftgröße, die einigermaßen angenehm ist. Neben einer etwas zu kleinen Schriftgröße und einer angenehmen gibt es sechs Schriftgrößen, die wesentlich zu groß sind. Leider gibt es auch je nach eBook keine Schriftgröße, in der ich ein Buch wirklich lesen würde. In der größten Schriftgröße sind maximal vier Wörter lesbar, was meiner Meinung nach viel zu groß ist.

inkBook Prime eReader_Verpackung2

Was mir nicht so gut gefällt sind die vier Tasten, die an der Seite des Readers angebracht sind. Zwar kann man deren Funktion frei wählen, was wirklich toll ist, aber leider lassen sie sich nur sehr schwer drücken. Ich habe die Standardeinstellung „Seite zurück“ und „nächste Seite“ drin gelassen, da mein alter Reader die gleiche Funktion hatte. Während ich das erste eBook gelesen habe, bin ich aber schnell auf die Touch-Funktion ausgewichen. Manchmal musste ich viermal klicken, bis tatsächlich die nächste Seite aufgegangen ist. So macht die Bedienung leider keinen Spaß. Dass die Tasten direkt beim ersten Mal funktionieren, ist leider eher selten der Fall. Auch habe ich eine Einstellung gefunden, die den Reader sofort abstürzen lässt. Während des Lesens habe ich die „Lesezeichenfunktion“ ausprobiert. Sobald man aber einmal ein Lesezeichen gesetzt hat, kann man dieses nicht wieder entfernen. Im Gegenteil: drückt man erneut auf das Lesezeichen, stürzt der Reader ab. Während des Testens der verschiedenen Funktionen war ich außerdem einmal kurz aufgeschmissen. Wenn man den Bookstore anklickt, ist keine Zurück- oder Home-Taste mehr zu finden. Die übliche Navigation ist dort verschwunden. Eher als Test habe ich dann den leuchtenden Knopf in der Mitte gedrückt, den man ansonsten eigentlich nicht braucht. Zum Glück hat mich dieser zurück ins Hauptmenü geführt. Der Button funktioniert also wie der Homebutton bei jedem anderen Android-Gerät.

Während des Lesens meines ersten eBooks habe ich die Anzeige meines Fortschritts in Seitenzahlen oder Prozenten vermisst. Erst nach ein paar Kapiteln habe ich festgestellt, dass mir sehr wohl eine Seitenzahl angezeigt wird. Allerdings ist diese nicht an einem Seitenrand zu finden, sondern war bei mir in 90% der Fälle mit einem Buchstaben am Rand vermischt. Ich habe sie nur entdeckt, weil ich mich gefragt habe warum die Buchstaben an der Seite manchmal so merkwürdig aussehen. Eine feste Anzeige in einer Ecke würde mir persönlich besser gefallen. In einem eBook selbst kann man auch die mittlere Fläche des Readers verwenden, um das Menü aufzurufen. Hier kann man dann z.B. die Größe einstellen und bekommt auch angezeigt wie viele Seiten man bereits gelesen hat. Auch ein weiterblättern ist hier möglich. Die rechte Touch-Fläche des Readers wird zum weiterblättern verwendet. Die linke, um zurückzublättern. Die Akku-Laufzeit ist meiner Meinung nach ausreichend. Nach einem gelesenen Buch waren bei mir ca. 25% verbraucht.

Vergleich zwischen inkBook Prime eReader und Amazon Kindle Paperwhite:

Ein großer Unterschied zwischen den beiden Geräten ist natürlich, dass der inkBook Prime eReader alle Datei-Formate unterstützt, wohingegen mein Kindle Paperwhite lediglich .mobi ermöglicht. Das Hauptmenü sieht bei beiden Geräten recht ähnlich aus. Beide geben einen ersten Einblick in die Bibliothek mit dem aktuellen Lesestand. Auch die Einstellungen sind hier bei beiden Geräten zu finden. Beim inkBook Prime eReader werden zusätzlich noch die ausgewählten Apps auf der Startseite angezeigt.

Bei beiden Geräten können ebenfalls das Licht und die Schriftgröße eingestellt werden. Jedoch sind beim Kindle Paperwhite mehr Schriftgrößen verfügbar, in denen man ein Buch tatsächlich lesen kann. Auch Schriftarten sind bei beiden wählbar. Was mir beim Kindle allerdings besser gefällt, ist die Anzeige des Fortschritts. Die Anzeigen in Prozent und die Minuten, die ich für das nächste Kapitel noch brauchen werde, schätze ich sehr. Der inkBook Prime eReader zeigt hingegen nur die Seitenzahl im Buch an. Außerdem finde ich es toll, dass der Kindle direkt Übersetzungen und Erklärungen zu Wörtern anbietet. Gerade, wenn man mal Bücher auf Englisch liest, ist diese Funktion sehr praktisch. Sprachpakete können wohl aber auch im inkBook heruntergeladen werden.

inkBook Prime eReader_Bedienung

Insgesamt habe ich das Gefühl, dass der inkBook Prime eReader mehr individuelle Einstellungen ermöglicht. Allein durch die installierten Apps ist der Reader sehr vielfältig einsetzbar. Ich habe beispielsweise die Kinde App und Skoobe installiert. Vor allem die Verwendbarkeit der großen Datei-Formate überzeugt mich bei diesem eReader. Lediglich die Schriftgröße ist für mich in manchen eBooks ein Problem, da ich wirklich keine angenehme Größe finden konnte. Für ein Gerät, das alle Formate unterstützt, finde ich den Preis von 138-145€ eigentlich angemessen. Durch die vielen Mängel wäre ich allerdings sehr enttäuscht gewesen, wenn ich tatsächlich so viel Geld dafür bezahlt hätte.

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  1. Hi Meiky
    Die Idee hört sich gut an, ich hab nämlich auch zwei Reader. An der Umsetzung scheint es noch zu fehlen bis alles wirklich rund läuft. Aber ich finde der Reader hat Potenzial.

    Liebe Grüße
    Desiree

    1. Hallo Desiree,

      ja, leider hat er noch ein paar Mängel. Trotzdem finde ich die Idee super 🙂 Das würde so viel erleichtern!

      Liebe Grüße
      Meiky

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