4 Lesezeichen | Thriller & Krimis

Der Knochenbrecher von Chris Carter – Rezension

1. Oktober 2018
Der Knochenbrecher von Chris Carter Rezension

Nachdem ich im letzten Jahr die Reihe um Rizzoli und Isles von Tess Gerritsen weggesuchtet habe wie nichts, habe ich mir für dieses Jahr die viel gelobte Reihe von Chris Carter vorgenommen. Man hört zu den Fällen von Robert Hunter wirklich selten etwas, was nicht komplette Begeisterung ist. Auch mir gefällt die Reihe bisher gut, auch wenn ich nicht unbedingt sagen kann, dass ich zu 100% von allem überzeugt bin. „Der Knochenbrecher“ ist nun der dritte Teil dieser Reihe. Der erste Teil „Der Kruzifixkiller“ hat mir recht gut gefallen. Der zweite Teil „Der Vollstrecker“ hat mich restlos begeistert, aber nun hat mich der dritte Teil wieder nicht komplett überzeugt. Es ist gar nicht unbedingt die Geschichte, der Schreibstil oder die Charaktere – aber irgendetwas hält mich vom Überschäumen vor Begeisterung ab.

Der Knochenbrecher von Chris Carter - Rezension
   Verlag: Ullstein Buchverlage
   Seiten: 416
   Genre: Thriller
   ISBN: 9783548284217
   Preis: 11,00€ 
   Coverrechte liegen beim genannten Verlag

 

Ich denke, Chris Carter hat Glück, dass so viele Menschen begeistert von seinen Büchern sprechen. Sicherlich haben sich viele von denen die Klappentexte zu seinen Büchern gar nicht mehr durchgelesen. Der Klappentext zu „Der Knochenbrecher“ ist nämlich komplett nichtssagend und für mich nicht ansprechend. Würde dieses Buch nicht zu einer Reihe gehören – vermutlich hätte ich es nie gelesen. Auch der Titel des Buches ist für mich alles andere als passend. Ein Knochenbrecher ist der aktuelle Täter jedenfalls nicht.

Die erste Leiche, die gefunden wird, ist die einer entstellten Frau. Der Täter hat ihr nicht nur ihren Mund, sondern auch ihren Intimbereich zugenäht. Dieses Vorgehen des Täters ruft natürlich auch Hunter und Garcia auf den Plan, die für solche Absurditäten genau die richtigen Männer sind. Doch es sind nicht nur die Nähte, die der Polizei Angst und Bange werden lässt. Als eine zweite Frau gefunden wird, ist den Ermittlern klar: in LA treibt ein Mörder sein Unwesen, der Frauen Fürchterliches antut und die Polizei vor Rätsel stellt.

Chris Carter schreckt auch in „Der Knochenbrecher“ nicht davor zurück die Tatorte und Vorgänge in allen Einzelheiten und so blutig wie möglich zu bereichten. Ich persönlich mag die Art seiner Beschreibungen, allerdings kann ich mir auch sehr gut vorstellen, dass es viele Leser abschreckt, wenn alles so blutig und makaber erzählt wird. Etwas, das mir negativ an seinen Büchern auffällt, sind die meist sehr sehr kurzen Kapitel, die oft ohne erkennbaren Sinn getrennt sind. Auch die künstlichen Cliffhanger, die dadurch entstehen, stießen mir irgendwann negativ auf. Natürlich halten einem diese Cliffhanger auch am Lesen und man liest schnell auch noch das nächste Kapitel, aber für mich wirkte das Vorgehen irgendwann sehr künstliches.

Die Ermittlungsarbeit, die Charaktere und die Geschichte an sich, mag ich wirklich gerne. Auch wenn mich nicht alles an der Art des Buches überzeugt hat, bin ich sicher, dass viele Thriller-Fans hier auf ihre Kosten kommen!

vier Lesezeichen

Das könnte dir auch gefallen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Es freut mich, dass du kommentieren möchtest. Bitte denke daran, dass deine Eingaben gemäß der Datenschutzerklärung verarbeitet werden.